Seit vielen Jahren schreibt der Bremer Supermarkt-Inhaber Björn Harste unterhaltsam, informativ und manchmal auch herrlich albern über die zahlreichen kleinen Anekdoten aus seinem Berufsalltag.
Sein gestriger Beitrag sollte uns allen zu denken geben. Mit Egoismus machen wir die aktuelle Situation noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist.

 

Gedanken zur aktuellen Situation
Geschrieben von Björn Harste am Dienstag, 17. März 2020

An der Kasse hat ein Kollege einen Stammkunden gefragt, warum er Produkt xyz nun gleich sechs Mal gekauft hat. Antwort: "Die kaufen alle wie verrückt, wer weiß, ob ich davon noch was bekomme, wenn ich es brauche."

Das wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung. So denken alle / viele und dadurch entstehen genau diese Lücken, vor denen sich die Leute so fürchten.

Später habe ich mit einem anderen Stammkunden über die momentane Lage und den irren Andrang auf die (Lebensmittel-) Geschäfte geredet. Auch hier ist unglaublich viel los, die Regale sind zu großen Teilen leer und wir kommen mit dem Nachschub nicht hinterher. Die Situation hinterlässt bei mir als Einzelhändler sehr gemischte Gefühle.

Einerseits ist es unglaublich genial, diesen Trubel hier im Laden zu haben. Die Kasse klingelt und dass hier überhaupt so ein Potential in der Fläche steckt, macht einen schon glücklich. Der monetäre Ansatz ist klasse und das hat ja auch noch weitreichendere Folgen: Wir brauchen mehr Personal, ein paar mehr Leute haben dadurch also schon einen neuen Job.

Andererseits ist es irgendwie komisch. Siehe oben die selbsterfüllende Prophezeiung. Muss das sein, dass man sich mit Vorräten eindeckt, als gäbe es kein Morgen mehr? Muss man sich um Grundnahrungsmittel prügeln? Es ist ja nicht so, dass es nichts mehr gibt. Es wird momentan durch das Verhalten der Leute nur sehr sonderbar verteilt.

[Zitat Ende]

 

Bilder wie diese von gestern Abend aus einem Rahlstedter Supermarkt müssen wirklich nicht sein.

Wir sollten nicht nur an die Menschen denken, die zur so genannten Risikogruppe gehören, sondern auch an die, die unsere Stadt weiter am Laufen halten: Pflegepersonal, Polizei und Feuerwehr, Einzelhändler, Menschen die im öffentlichen Nahverkehr arbeiten und alle anderen Dienstleister, die im Moment noch arbeiten dürfen.


Wer ihnen das Leben noch schwerer macht, sollte sich schämen.

Bilder: S. Brandt

 

Sehr gute Informationen über den Verlauf der Pandemie gibt es übrigens hier.
Was sich hinter der Seite verbirgt und woher die Informationen bezogen werden, steht in diesem Interview.

 

 

 

 

IN EIGENER SACHE

In den letzten Tagen wurden mehr und mehr Veranstaltungen wegen SARS-CoV-2 abgesagt und / oder verschoben. Dem wird sich jetzt auch der Bürgerverein anschließen.

Die für Ende April geplante Mitgliederversammlung wird auf einen Zeitpunkt verschoben, an dem verbindliche Planungen wieder möglich sind.

Der Vorstand des Bürgervereins wird fristgerecht zu dem neuen Termin einladen.

NACHTRAG vom 16.03.2020

Der Bürgerverein setzt bis auf weiteres alle Veranstaltungen aus. Dazu gehören alle Events des Freizeitkreises DU UND ICH sowie die »Tage der offenen Tür« im Stadtteilarchiv.

Das Archiv können Sie aber weiterhin per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichen.

 

 

 

Schließung des Hauses bis einschließlich Montag, 13. April 2020

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist seit Ende Februar 2020 auch in Hamburg angekommen und tagtäglich steigt die Zahl der infizierten Menschen. Alle Bürger*innen tragen nun die Verantwortung, verstärkt auf die eigene Umwelt zu achten. Insbesondere mit den Menschen, die ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, muss nun Solidarität gezeigt werden!



Daher hat der Vorstand des Bürgerhaus in Meiendorf e. V. beschlossen ab Freitag, den 13. März 2020, bis einschließlich Montag, 13. April 2020, das Haus zu schließen. Alle Veranstaltungen und Kursangebote, die in diesen Zeitraum liegen, müssen leider ausfallen. Die Verantwortung, die der Vorstand und das hauptamtliche Team für die Besucher*innen tragen, lässt keine andere Möglichkeit zu. Über das weitere Vorgehen berät sich der Vorstand in der Woche vor Ostern.

Das Kulturzentrum BiM ist weiterhin über die E-Mail Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar und informiert die Gäste auf der Webseite www.bim-hamburg.de regelmäßig über Neuigkeiten.

Bild: Stadtteilarchiv

 

 

 

Als zweiten Beitrag in der Reihe »WESTERN, aber anders« zeigte das FILM ab!-Team den in Schwarzweiß gedrehten Film DEAD MAN (1995) von Jim Jarmusch. Sabine Adam hatte sich nicht nur mental auf die einführenden Worte vorbereitet, sondern bot auch optisch eine Anspielung auf den Film.



Auch wenn die Zahl der Besucher beim FILM ab!-Team noch Wünsche offen lässt, denen, die da waren, hat der Film sehr gut gefallen.

Bilder: J. Seligmann