Erneut war die zukünftige KiTa am Schierhornstieg Thema bei der Stadtteilkonferenz. Dazu hatte Claudia Folkers die Betreiber SterniPark eingeladen, welche auch zusagten.

Architekt Christian Löwnau stellte zunächst das Projekt den Anwesenden vor. Es werde Umbauten geben und auch Sanierungen sind dringend notwendig. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt. Das Gebäude soll neben einem neuen Reetdach aber auch zusätzliche Fenster bekommen. Innen werden die Eingriffe deutlich massiver sein. Dies ist vor allem dem Regelwerk für KiTas geschuldet. Beispielhaft führte er den Brandschutz an, der bei (kleinen) Kindern grundsätzlich anderen Regeln folge als bei Erwachsenen.

Es war dem Architekten sehr wohl klar, was den Meiendorfern Sorge bereitet, daher legte er auch das von SterniPark beauftragte Verkehrsgutachten vor. Dabei betonte er ausdrücklich, dass die Gutachterin ebenfalls in Meiendorf wohne und daher die Begebenheiten genau kenne.

Christian Löwnau verwies zusätzlich auf die Parkplätze, welche auf dem Grundstück zur Verfügung stünden (von 19 Stellplätzen sind 7 für die Mitarbeiter vorgesehen) und führte den zunehmenden Trend an, kurze Wege auch mit dem Fahrrad zu erledigen. Er ginge davon aus, dass auch viele Eltern darauf zurückgreifen würden. Doch selbst die anwesenden Beamten vom PK 38 hatten ihre Zweifel. Das Gutachten sei zwar korrekt, die dargelegten Aussichten aber zu optimistisch.

Claudia Folkers fasste abschließend zusammen, dass für die verkehrliche Situation unbedingt eine befriedigende Lösung gefunden werde müsse. Zustände wie in der Nienhagener Straße gälte es dringend zu vermeiden. Sie betonte aber noch einmal ganz deutlich, dass eine weitere KiTa in Meiendorf ausdrücklich erwünscht sei.

Die Stadtteilkonferenz begrüßte den Vorschlag von Architekt Löwnau, sich mit dem PK 38 zusammenzusetzen, um über weitere Lösungen zu beraten.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Das Jahr 2020 eröffnete das FILM ab!-Team mit einer neuen Motto-Reihe: »WESTERN«. Das der erste Film ebenfalls diesen Titel trägt, war dabei eher Zufall. Regisseurin Valeska Grisebach übertrug in ihrem Film aus dem Jahr 2017 genretypische Elemente in die heutige Zeit. Cowboys sind bei ihr deutsche Bauarbeiter auf einer Baustelle in Bulgarien, die Indianer die Bewohner des nahegelegenen Dorfes. Sprachbarriere und unterschiedliche Lebensweise sorgen für Spannungen.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Turnusgemäß begann die erste Sitzung im neuen Jahr mit der Wahl des Vorsitzenden. Mangels Kandidaten übernahm Thomas Falensky für ein weiteres Jahr das Amt. Er gab aber zu bedenken, dass auch er sich dem Ruhestandsalter nähere und die Versammlung bitte beizeiten einen Nachfolger aufbauen möge. Als seine Stellvertreter wurden Nicole Nanitz und Bettina Ahrens gewählt.

Zu dem Thema B-Plan „Rahlstedt 136“ (Nahversorgungszentrum Großlohering) gab es keine Neuigkeiten. Lediglich der Termin für eine öffentliche Plandiskussion ist jetzt bekannt.

Am Montag, 17.02.2020, können ab 17.30 Uhr die Pläne eingesehen werden, die Diskussion beginnt um 18.00 Uhr. Ort: Saal des Christophorus-Gemeindezentrums.

Im Zuge der verschiedensten Informationen über den Ausbau der Müllverbrennungsanlage (MVA) Stapelfeld war das Gerücht aufgekommen, auf einem der Grundstücke könnte vor Jahrzehnten illegal Müll entsorgt worden sein.

Dazu war der Eigentümer, Karl-Heinz Böttger, in die Versammlung gekommen. Anhand diverser Gutachten legte er dar, das weder zu Zeiten seines Vaters noch zu seinen eigenen Zeiten auf dem Grundstück giftiger Müll vergraben worden sei. Dies sei aufgrund der Bodenbeschaffenheit auch nur schwer möglich, wie Bohrungen gezeigt hätten. Lediglich so genannter „sauberer Bauschutt“ sei auf einem Teil des Grundstücks abgelagert worden. Dessen ungeachtet wäre immer wieder Müll beseitigt worden, den rücksichtslose Zeitgenossen auf dem Grundstück abgeladen hatten. Aus dem Fischteich am Kösterrodenweg seien sogar schon Autos und Motorräder geborgen worden.

Bilder: J. Seligmann

 

 

 

Es war die erste Sitzung im neuen Jahr und entsprechend lang auch die Tagesordnung. Begonnen wurde die Sitzung zunächst mit einer erfreulichen Pflicht, der Verleihung des Rahlstedter Umwelt- und Sozialpreises 2019.

 

 

Sozialpreis 2019

Ein weiteres Mal hat der Regionalausschuss Rahlstedt den Preis geteilt.

Der eine Preisträger ist der 74jährige Klaus Müller, der seit über einem Jahrzehnt in der Schule Großlohering wirkt, ohne Bezahlung, bei jedem Wetter. Er repariert, räumt auf und spart auch nicht mit guten, immer willkommenen, Ratschlägen. Große und Kleine schätzen seine positive Art, mit der Klaus Müller allen begegnet.

Der zweite Teil des Preises geht an den Bürgerverein Oldenfelde. Mit stets großem Engagement kümmern sich die Kollegen seit 95 Jahren um die Belange der Menschen in Oldenfelde. Beharrlich verfolgen sie Missstände und bringen diese immer wieder im Regionalausschuss vor, damit dieser ihnen hilft, die Probleme zu lösen.

2013 wurde das „Sozialwerk Milchkanne“ unter dem Dach des Vereins gegründet. Mit den Spenden und Beiträgen finanziert und unterstützt der Verein Projekte in Oldenfelde.

Der Bürgerverein Rahlstedt gratuliert beiden Preisträgern zu dem verdienten Preis.

 

Radverkehr im Alten Zollweg

Für die Kollegen des Bürgervereines Oldenfelde (BVO) ist das Thema ein Dauerbrenner. Seit Jahren sprechen sie die prekäre Situation im Alten Zollweg an und bitten um Abhilfe.

Seit Ende letzten Jahres liegt nun eine Machbarkeitsstudie vor, die am gestrigen Abend auch dem Regionalausschuss vorgestellt wurde.

Für die Planer war es keine leichte Aufgabe, da es viele Faktoren zu berücksichtigen galt. Dazu gehört die Breite der Straße (vor allem im Blick auf die StVO), die Berücksichtigung des Busverkehrs sowie der Erhalt von Parkraum und den Straßenbäumen. Auch der Ankauf zusätzlicher, privater, Flächen sollte vermieden werden.

Herausgekommen ist eine Aufteilung in vier Abschnitten, in denen sowohl Schutzstreifen als auch so genannter Mischverkehr vorkommen. Diese Lösung findet nicht bei allen Zustimmung. Der Bürgerverein Oldenfelde hält den Ankauf von privaten Flächen für unverzichtbar. „Die Straße ist zu schmal.“ erklärte Hans Schuy (BVO), „Und der Wechsel von Schutzstreifen und Mischverkehr eher suboptimal.

Bilder: BzA Wandsbek / J. Seligmann